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Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Johannes Praetorius (1630–1680) wirkte vor allem in Leipzig, wo er aus den Beständen der Bibliotheken Märchen und skurrile Legenden zusammentrug und veröffentlichte. Sein bekanntestes Werk ist die Zusammenstellung von Rübezahl-Legenden. Der hier vorliegende Band über den Brocken im Harz beschäftigt sich mit allen Phänomenen dieses Berges, angefangen mit der Namensgebung und der naturräumlichen Beschreibung. Zentral wird jedoch die Frage nach der Bedeutung des Blocksbergs für die Hexen während der sogenannten Walpurgisnacht am 1.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Nach der Veröffentlichung des »Hexenhammers« intensivierte sich die Hexenverfolgung. Daran entzündete sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts stärkere Kritik. Der Jesuit und bedeutende Barockdichter Friedrich Spee von Langenfeld (1591–1635) war einer der herausragenden Kritiker der Hexenverfolgung. Seine als »Vorbehalt« (»Cautio«) anonym veröffentlichte Schrift verurteilte aber nicht nur die Folter, sondern appellierte auch an das Gewissen der Fürsten, den Prozessen gegen Hexen die vorhandene Unterstützung zu entziehen.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

1647 übertrug der in schwedischen Diensten stehende Feldprediger Johan Seifert die »Cautio Criminalis« von Friedrich Spee ins Deutsche und widmete die Übersetzung Christina von Schweden. Dadurch erlangten die Überlegungen Spees eine größere Verbreitung, was in der Zeit des ausgehenden 30-jährigen Krieges die Diskussion auf die besondere Grausamkeit der Hexenprozesse lenkte.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Am 20. April 1590 wandte sich Reitz Hering an die Marburger Regierung: Seine Frau war von Johan Leinweber wegen Hexerei angezeigt und nach der Folter entlassen worden. Durch die Folter war sie jedoch so versehrt, dass sie ein Leben lang nicht mehr arbeiten konnte. Daher bat Hering um einen Schadenersatz. Das Ergebnis seines Gesuchs ist nicht überliefert. Der Fall zeigt jedoch, mit welchen gesundheitlichen Folgen selbst Freigesprochene zu rechnen hatten.