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Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Landwirtschaft war nach 1918 in schwieriger Lage: Es fehlten Arbeitskräfte ebenso wie Dünger, Saatgut oder Maschinen. Die Feldarbeit war hart und wurde weit überwiegend von Hand ausgeführt. So spiegeln es auch die zeitgenössischen Zeichnungen des Malers Otto Ubbelohde wider.

Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

In Schlüchtern, wo sich am 11. November 1918 ein Soldaten-, Arbeiter- und Bauernrat gegründet hatte, kam es zwischen diesem und dem Landrat Bodo von Trott zu Solz (1879-1934) zu einem tief greifenden Konflikt um die Abgrenzung von Zuständigkeiten und die Frage von Entscheidungsbefugnissen, der um Weihnachten 1918 in der Amtsentsetzung des Landrates durch den revolutionären Rat gipfelte.

Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Bereits am 11. November hatte sich der in Kassel gebildete Arbeiter- und Soldatenrat selbst zum Zentralen Rat für den gesamten Regierungsbezirk Kassel erklärt. Dies war ein eher unübliches Vorgehen, setzten sich die übergeordneten Räte in der Regel eher aus gewählten Vertretern der einzelnen Räte eines Regierungsbezirkes zusammen. So kam die Empfehlung der im Zuge der Novemberrevolution neu konstituierten Reichsregierung, den Kasseler Arbeiter- und Soldatenrat als „entscheidende Stelle“ für den Bezirk anzuerkennen, zur rechten Zeit.

Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Ende November 1918 beantragte der Zentrale Arbeiter- und Soldatenrat bei der Regierung Kassel Finanzmittel für die ihm bis dahin entstandenen Kosten, insbesondere Aufwandsentschädigungen für seine Mitglieder, Reisekosten und Kosten für Zeitungsanzeigen.

Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Neben der Frage der Finanzierung war für die Rätebewegung vor allem die Schaffung eigener Sicherheitsorgane ein wichtiges Vorhaben, um bei der Ausübung von Polizeigewalt nicht auf die alten Kräfte angewiesen sein zu müssen und um auch nach außen die Kontrollfunktion der Räte sichtbar werden zu lassen. So richtete der Zentrale Arbeiter- und Soldatenrat in Kassel im Januar 1919 eine „Stadtwehr“ ein, die zunächst etwa 2.000 Mann umfasste und die Sicherheit im Stadtgebiet – den Schutz von Personen und Eigentum – gewährleisten sollte.