Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Bereits am 11. November hatte sich der in Kassel gebildete Arbeiter- und Soldatenrat selbst zum Zentralen Rat für den gesamten Regierungsbezirk Kassel erklärt. Dies war ein eher unübliches Vorgehen, setzten sich die übergeordneten Räte in der Regel eher aus gewählten Vertretern der einzelnen Räte eines Regierungsbezirkes zusammen. So kam die Empfehlung der im Zuge der Novemberrevolution neu konstituierten Reichsregierung, den Kasseler Arbeiter- und Soldatenrat als „entscheidende Stelle“ für den Bezirk anzuerkennen, zur rechten Zeit. Die Unterstützung seitens der Reichsebene war für die Etablierung des Rates als Zentralinstanz zweifelsohne ein stark begünstigender Faktor. Gleichwohl nahmen nicht alle Räte die Kasseler Führungsrolle unwidersprochen hin. Dies galt insbesondere für die durch USPD-Mitglieder oder Angehörige des Spartakusbundes geprägten Arbeiter- und Soldatenräte im Süden des Regierungsbezirks, zum Beispiel in Hanau, die in ihrer politischen Ausrichtung deutlich links von dem mehrheitssozialdemokratisch orientierten Kasseler Rat anzusiedeln waren.

Archiv
Nummer
1237
Band
1237
Seite
6
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Bekanntmachung des Arbeiter- und Soldatenrates Kassel
Datum bis: Jahr
1918
Legacy-ID
10977
Datum bis: Monat
11
Datum bis: Tag
18
Datum von: Jahr
1918
Datum von: Monat
11
Datum von: Tag
18
Einmaldatum
Ja
Nur Jahresangabe
Nein
Ohne Datum
Nein
Reihenfolge
4
Ungefähres Datum
Nein