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Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Die Mehrheit der Arbeiter- und Soldatenräte bestand auch nach den Wahlen zur Nationalversammlung zunächst fort, da die noch ausstehende Verfassung für das Deutsche Reich, das Fehlen demokratisch legitimierter Parlamente auf Reichs-, Länder- und Kommunalebene sowie vor allem die mangelhafte Demokratisierung der Verwaltung ihnen ausreichend Gründe lieferte, um als Kontrollinstanzen fortzubestehen und auf eine Neubesetzung von Posten etwa in Landratsämtern und Kreisverwaltungen zu drängen.

Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

An der vom Regierungspräsidenten Grafen v. Bernstorff anberaumten Besprechung nahmen Vertreter des Magistrats, der Polizei sowie verschiedener Parteien (MSPD, Zentrum, DDP, DVP, DNVP) und Verbände teil. Man kam überein, zunächst keine konkreten Maßnahmen einzuleiten, da der SPD-Vertreter erklärte, „daß ihrerseits alles getan würde, was in ihren Kräften stünde.“

Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Die in Reaktion auf kommunistische Umsturzversuche vielerorts gebildeten, mit Waffen aus Reichswehrbeständen ausgerüsteten Einwohner- und Bürgerwehren, an deren Republiktreue vielerorts durchaus berechtigte Zweifel angemeldet wurden, trugen ab 1919 zur Militarisierung des öffentlichen Lebens bei. Die breite Streuung des Waffenbesitzes, die bereits die Revolution von 1918/19 ermöglicht hatte, befeuerte auch in der Folgezeit die bürgerkriegsähnlichen Konflikte in Deutschland.