Legacy ID
1
Von Martin Stoll , 28 Mai 2025

Der 1776 mit der englischen Krone abgeschlossene Subsidienvertrag (Unterstützungsvertrag) begründete den legendären Reichtum der Landgrafen von Hessen-Kassel. Für die in Nordamerika eingesetzten Söldnertruppen flossen in den acht Jahren bis 1784 19.056.778 Reichstaler in die landgräfliche Kriegskasse; der Reingewinn belief sich auf ca. 11,3 Millionen Reichstaler. Die Überschüsse wurden im In- und Ausland durch die Vergabe von Darlehen an Kaiser, Könige, Fürsten und Großgrundbesitzer gewinnbringend angelegt.

Von Martin Stoll , 28 Mai 2025

Im 19. Jahrhundert wandelten sich die Schuldverhältnisse durch die Entwicklung von Märkten, auf denen speziell Staatspapiere in einer unpersönlichen und in ihrer Ausstattung normierten Verschuldungsform gehandelt wurden. In der Zeitung können sich die Gläubiger über ihre Anlagen informieren.

Von Martin Stoll , 26 Mai 2025

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich in Amsterdam das spezifische Dienstleistungsprofil der Privatbankiers. Aus kapitalkräftigen Handelsunternehmen mit Banktätigkeit wurden reine Privatbankhäuser, die Kapital gegen individuell ausgefertigte Schuldverschreibungen verliehen. Darlehenshöhe, Zinssatz und Zahlungstermine waren frei verhandelbar. Zur Sicherstellung der Forderungen musste der Schuldner meist einen Pfand hinterlegen.

 

Von Martin Stoll , 26 Mai 2025

Im Wahlkampf zur Hessischen Landtagswahl im September 1982 stellt sich die CDU gegen Steuererhöhungen, die allerdings auf Bundesebene verhandelt werden. Holger Börner war zu dieser Zeit nicht nur Ministerpräsident in Hessen, sondern auch Mitglied im Bundespräsidium der SPD.

Von Martin Stoll , 12 Mai 2025

Wie umgehen mit renitenten Bürgern, die sich beharrlich weigern, ihre Steuern zu zahlen? Mit dieser Frage wandten sich 1667 landgräfliche Beamte und der Melsunger Bürgermeister an die Regierung in Kassel. Die Steuerverweigerer waren mehrfachen Vorladungen aufs Rathaus nicht nachgekommen und hatten tätlichen Widerstand gegen die daraufhin angeordnete militärische Eintreibung geleistet.

Von Martin Stoll , 12 Mai 2025

Dem Uhrgehäusemacher Jean Pelisier und dem Uhrenfabrikanten Friedrich Hundeshagen wurde vorgeworfen, Anfang Januar 1862 in einer Gaststätte im Rahmen einer Veranstaltung zum Gedenken an die kurhessische Verfassung von 1831 aufrührerische Reden und Trinksprüche auf die Steuerverweigerung gehalten zu haben. Anfang August wurde das Untersuchungsverfahren gegen die beiden Uhrenhersteller eingestellt, "da Inhalt und Tendenz der incriminierten Reden nicht genügend festzustellen und von [...] Fortsetzung der Untersuchung kein Erfolg zu erwarten ist".

Von Martin Stoll , 12 Mai 2025

Nachdem am 13. April 1852 die liberale Verfassung von 1831 durch eine monarchisch geprägte ersetzt worden war, begann im Kurfürstentum Hessen ein langer Verfassungskonflikt. Auch die vom  Kurfürsten auf Druck der Deutschen Bundesversammlung in Frankfurt am 30. Mai 1860 in Kraft gesetzte, geringfügig abgemilderte Verfassung, vermochte die erregten Gemüter nicht zu beruhigen. Steuerverweigerungen, Wahlboykotte und Inkompetenzerklärungen der Ständeversammlung stürzten den Staat ins Chaos. Am 21.

Von Martin Stoll , 11 Mai 2025

Die Reichsstadt Frankfurt rechtfertigt ihr am Reichstag eingereichtes Gesuch um Ermäßigung des 1521 auf 800 Gulden festgesetzten Matrikularanschlags (so hieß der damalige Eintrag der Steuerschuld an das Reich) mit der durch Kriegsereignisse und andere Unglücksfälle verursachten "schweren Schulden-Last" und dem Rückgang des Handels und der Gewerbetätigkeit.

Von Martin Stoll , 11 Mai 2025

Das Verzeichnis der in der Stadt Marburg zwischen 1686 und 1697 aufgelaufenen Steuerrückstände enthält die Namen der Steuerschuldner, die Höhe der Fehlbeträge sowie die Ursachen des Zahlungsverzugs. Da der Fehlbetrag in Höhe von insgesamt 454 Reichstalern in den meisten Fällen auf "groß armuth" zurückzuführen war, baten Bürgermeister und Rat den Landgrafen in einer Eingabe Verschonung vor der angedrohten militärischen Steuereintreibung.