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Von Rosenkötter , 24 Januar 2025

Der Artikel schildert die angeblich "spontan" ergriffenen Maßnahmen gegen die "deutschfeindliche Propaganda" im Ausland, die einen Boykott deutscher Waren nach sich gezogen habe: So versahen SS-Leute jüdische Geschäfte sowie Kanzleien jüdischer Rechtsanwälte anhand von Plakaten mit dem Hinweis an die Marburger, diese Geschäfte als "Deutsche" nicht mehr zu betreten.

 

Abdruck in: Was alle lesen konnten. Das Jahr 1933 im Spiegel der Marburger Lokalpresse. Hg. v. Erhart Dettmering. In: Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 72. Marburg 2001.

Von Rosenkötter , 24 Januar 2025
Der Student Johannes Klingelhöfer äußert sich zu den Vorwürfen, an den Ausschreitungen gegen das Schuhhaus beteiligt gewesen zu sein: Dabei weist er jegliche Verantwortung von sich und beschreibt seine Rolle lediglich als die eines Beobachters. Klingelhöfer gehört dem Nachrichtensturm der SA-Brigade 48 an.
Von Rosenkötter , 24 Januar 2025
Das Ministerium des Innern fordert hinsichtlich des Überfalls auf das Schuhhaus Spinat im April 1935 einen weitergehenden Bericht an: Es zeigt sich verwundert über das Vorgehen des Marburger Amtsgerichts, das den Überfall zwar einerseits als "Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Bedrohung" bezeichne, andererseits aber kein Interesse zeige, die wahren Täter ausfindig zu machen.
Von Rosenkötter , 24 Januar 2025
Der Regierungspräsident wendet sich aufgrund des Schreibens aus Berlin an den Oberstaatsanwalt in Marburg: Er möchte auf den aktuellen Stand im Verfahren gegen die möglichen Täter des Überfalls auf Josef Spinat gebracht werden.
Von Rosenkötter , 24 Januar 2025

Das Ministerium wendet sich erneut an den Regierungspräsidenten: Mittlerweile habe sich die polnische Botschaft "wiederholt" nach dem Stand der Ermittlungen erkundigt- Josef Spinat ist polnischer Staatsbürger -, weswegen der Minister eine Beschleunigung des Verfahrens in Kassel und Marburg erreichen möchte.