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Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Die ersten Juden, die zur Universität in ein „Dienstverhältnis“ traten, waren Rabbiner. Die ihnen zugedachte Aufgabe war es, den Studenten die „rabbinischen“ Sprachen nahezubringen. Der erste Rabbi, der Studenten unterrichtete, war um 1700 Löw von Gosfeld. Über seinen Namen hinaus ist nichts von ihm bekannt. Besser sind wir über seinen Nachfolger unterrichtet.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Landgraf Carl erlaubt dem Juden Moses, sich in Widdershausen im Amt Friedewald mit Frau und Kindern niederzulassen. Er verleiht ihm Handelserlaubnis und weist seine Beamten an, Moses mit seiner Familie im ganzen Land zu schützen. Im Gegenzug erwartet er, dass Moses keinen Wucher treibt und niemanden übervorteilt, das übliche Schutzgeld und weitere Abgaben entrichtet, als Einzugsgeld in den Ort 10 Gulden bezahlt sowie Jesus Christus und die christlichen Mitbewohner nicht lästert. Bei Zuwiderhandlung geht er des Schutzes verlustig und wird bestraft.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Nach der Territorialisierung des Judenrechts wurde dieses in detaillierten landesherrlichen Judenordnungen codifiziert, die über die individuellen Schutzbriefe hinaus das Leben der Juden eng reglementierten. Sie enthielten ausführliche Bestimmungen zu den Voraussetzungen für die Erlangung eines Schutzbriefs, zum Wohnrecht, zu Handel und Geldgeschäften, den Abgaben, dem Verhalten gegenüber den christlichen Mitmenschen, das Verbot, Ackerbau zu treiben.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

 

 

Die ersten Juden, die zur Universität in ein „Dienstverhältnis“ traten, waren Rabbiner. Die ihnen zugedachte Aufgabe war es, den Studenten die „rabbinischen“ Sprachen nahezubringen.

Der erste Rabbi, der Studenten unterrichtete, war um 1700 Löw von Gosfeld. Über seinen Namen hinaus ist nichts von ihm bekannt. Besser sind wir über seinen Nachfolger unterrichtet.

Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Die längste Dienstzeit der Marburger Universitätsrabbiner hatte der 1692 in Prag geborene Ephraim ben Israel, der seit 1735 die rabbinischen Sprachen lehrte. Vermutlich übte er diese Tätigkeit bis zu seinem Tod in den 1770er Jahren aus. In seiner Dienstzeit bat er wiederholt um eine Aufbesserung seiner schmalen Einkünfte.

Immer wieder geriet er dennoch in die Schuldenfalle. Das bei der Universität verwahrte Testament seiner Ehefrau vermerkt denn auch nur ein Bett und alte Kleider als deren Hinterlassenschaft.