Die längste Dienstzeit der Marburger Universitätsrabbiner hatte der 1692 in Prag geborene Ephraim ben Israel, der seit 1735 die rabbinischen Sprachen lehrte. Vermutlich übte er diese Tätigkeit bis zu seinem Tod in den 1770er Jahren aus. In seiner Dienstzeit bat er wiederholt um eine Aufbesserung seiner schmalen Einkünfte.
Immer wieder geriet er dennoch in die Schuldenfalle. Das bei der Universität verwahrte Testament seiner Ehefrau vermerkt denn auch nur ein Bett und alte Kleider als deren Hinterlassenschaft.