Aufgrund der im Königreich Westphalen bestehenden Gewerbefreiheit konnten Landjuden ihre Waren in der Stadt feilbieten. Dörfliche Metzger nutzten dieses aus, doch war die Qualität des Fleisches anscheinend bedenklich. Zumindest suggeriert das die Eingabe der Marburger Metzger, welche jedoch vielleicht eher aus Konkurrenzgründen erfolgte. Das Fleisch der jüdischen Metzger wurde daraufhin zunächst kontrolliert, bevor sie es an einem eigenen Platz in der Rathaus-Schirne zum Kauf anbieten durften.
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