Weinkellerinventar des Marburger Hausschenken aus dem Jahr 1588. Im Schlosskeller und im Kanzleikeller lagerten in den Jahren 1588 und 1589 142 bzw. 173 Fuder (ca. 1.320 bzw. 1.609 Liter) Wein.
Aufstellung des Jakob Schenck aus dem Jahre 1523 über die verringerte Hofhaltung zu Marburg nachdem der Durchleuchtige Hochgeboren Fürst und Herre Her Philips Landtgrave zu Hessen Grave zu Cazenelnbogen etc. Unser genediger Herre, die fürstliche Hofhaltung unnd uberflüssige Kosten zu Marpurg abgestelt und ghein Cassel verrugkt.
Hofküchenverzeichnisse der vom 21. bis 23. Dezember 1597 für die Hofhaltung Landgraf Ludwigs IV. von Hessen-Marburg geschlachteten und in Salz eingelegten Mastschweine. In drei Tagen wurden insgesamt 94 Schweine geschlachtet.
Im Oktober 1688 wurden im Arsenal der Festung Marburg 1.178 Musketen, 318 Flinten, 157 Feuerrohre, 43 kurze Gewehre, 1004 Piken, 87 Morgensterne, 70 Schweineeisen, 20 Streitsensen und 182 Degen aufbewahrt.
Grundriss der Wohnung des Festungskommandanten im zweiten Stock des „Wilhelmsbaus“ (1774). Das darunter liegende Geschoss bestand aus einem einzigen großen Saal, dem sog. Rittersaal, der als Fruchtspeicher genutzt wurde. Im darüber liegenden Geschoss befanden sich ein weiteres Kabinett sowie die Schlafkammern und Wohnzimmer der Domestiken.
Uniformröcke des in den hessischen Landesfestungen stationierten Ingenieur- und Mineurkorps, in: Vorstellung des sämtlichen Hessischen Corps nach den Uniformen eines jeden Regiments nebst der Errichtung, den Chefs, der Stärke und Garnison derselben.
Eine anschauliche Schilderung der Belagerung des Schlosses durch kaiserliche Truppen im Dezember 1647 findet sich in dem handschriftlichen Auszug aus dem 25. Buch des von 1641 bis 1648 in Frankfurt erschienenen Werkes „Caesar Victoriosus sive Theatrum Historiae universalis“ von Nicolaus Helwig. Der Kampf um Marburg begann am 14. Dezember 1647.