Festungsbaudienste:
Die alljährlich im Frühjahr und Herbst zu leistenden Fuhr- und Handdienste für den Festungsbau boten immer wieder Anlass zu Auseinandersetzungen zwischen der Obrigkeit und den dienstpflichtigen Untertanen. In einem Rundschreiben vom 17. März 1646 an die Schultheißen und Rentmeister des Oberfürstentums Hessen dringen die nach Marburg deputierten Geheimen Kriegsräte mit allem Ernst auf die prompte Anlieferung der noch rückständigen Holzpalisaden zur Befestigung des Schlosses durch die Amtsuntertanen. Bei weiterem Verzug sollen Verordnungen ergehen, die Ihnen (den Untertanen – K. M.) nicht lieb sein werden.