Diese Glosse, die in dem Hersfelder Flugblatt dem national-liberalen Frankfurter Journal zugeschrieben wird, fingiert eine Reportage über den triumphalen Einzug Jordans in Frankfurt.
In dieser landesweiten Unterschriftenliste wird die lediglich eingeschränkte Aufhebung der Zensur vom 7. März aufgegriffen und neben der "unbedingten Freiheit der Presse" werden 19 weitere noch unerfüllte Forderungen aufgeführt.
Schon früh hatten sich die Demokraten eine zentrale Stelle in Frankfurt geschaffen, die ihren Kandidaten in den Wahlkreisen Wahlkampfhilfen an die Hand geben konnte. Zu den herausragenden Forderungen zählten: die Auflösung der stehenden Heere in eine "Volkswehr" und die Installierung eines "Arbeiterministeriums, welches den Wucher steuert, die Arbeit schützt und derselben namentlich einen Antheil an dem Arbeitsgewinne sichert".
Auf diesem Flugblatt stellt der Demokratische Verein Nachrichten zwischen dem 19. und 29. Mai 1848 zusammen, die er für mitteilenswert hält; darunter die Gründung einer Freischaar zum Schutz der Nationalversammlung oder die Aufforderung an den Marburger Turnverein, sich ihm anzuschließen.
Im Sommer 1848 gründet Leopold Eichelberg die Gesellschaft der reinen Republikaner in Marburg. Der liberal-demokratische Mediziner war erst Mitte März nach mehr als zehn Jahren aus der Festungshaft in Kassel entlassen worden. In Haft kam er im September 1837 wegen der Verbreitung des Hessischen Landboten.
In Marburg entscheidet sich am 10. Juli 1848 eine Mehrheit für das demokratische Bekenntnis in der Vereins-Satzung. Die Minderheit, die einen neuen Verein gründet, erklärt, sie wolle "Andersdenkenden die Wohltat der Turnbildung nicht entziehen".
Die Liberalen Kassels kündigen an, das deutsche Parlament gegen das ungesetzliche Vorgehen der Reaktion verteidigen zu wollen; gegen die "Anarchie" selbstverständlich auch.
Ein breites Bündnis Kasseler Vereine fordert die Soldaten der kurhessischen Armee auf, für die Reichsverfassung zu kämpfen, die in Kurhessen seit dem 8. Mai 1849 Gültigkeit hat.
Aufgabe: Welche Erwartung werden in diesem Aufruf an Soldaten (Dok. 7) zum Ausdruck gebracht? Sind diese Erwartungen Ihrer Ansicht nach realistisch gewesen und könnten sie es heute sein?