Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Bereits als Student an der Gießener Universität entdeckte Otto Böckel seine Leidenschaft für die Volkskunde und zog über die Dörfer Oberhessens, um Volkslieder zu sammeln. Seiner rund 130 Seiten umfassenden Anthologie stellte er eine weitaus längere Einleitung voran. In dieser tritt deutlich seine zivilisationskritische, rückwärtsgewandte Haltung zutage, wenn er gegen Eisenbahnen und Fabriken als Chiffren für die Modernisierung wettert. Er verbindet diese mit Verunglimpfungen von Juden als Monopolisten im Vieh- und Fruchthandel und Güterschlächter, antisemitische Äußerungen, wie er sie danach immer wieder artikulierte. Aufgrund dieser Melange sah Böckel Volkssitte und Volkslied degenerieren.

Archiv
Nummer
127
Band
127
Seite
0
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Otto Böckel: Deutsche Volkslieder aus Hessen, Handexemplar mit persönlichen Ergänzungen
Datum bis: Jahr
1885
Legacy-ID
10617
Datum bis: Monat
00
Datum bis: Tag
00
Datum von: Jahr
1885
Datum von: Monat
00
Datum von: Tag
00
Einmaldatum
Ja
Institution-Autor
Otto Böckel
Nur Jahresangabe
Ja
Ohne Datum
Nein
Reihenfolge
2
Ungefähres Datum
Nein