Das Schreiben an den Marburger Bürgermeister skizziert den Ablauf der für den 7. September 1942 geplanten "Evakuierung"; betroffen sind die noch im Marburger Kreis lebenden jüdischen Mitbürger.
Der Fahrplan gibt an, wann sich die zu Evakuierenden am Bahnhof einzufinden haben. Der Zug von Marburg nach Kassel fährt beispielsweise um 11Uhr ab. In Kassel befindet sich das Sammellager, von dem aus die Transporte nach Theresienstadt geschlossen weitergehen sollten.
Der Landrat teilt nüchtern mit, dass die Deportation vom 7. September ohne weitere Vorkommnisse "reibungslos" verlaufen sei. Um den Vorgang abschließen zu können, seien nur noch die "Judenverzeichnisse" auf den aktuellen Stand zu bringen.
Das Schreiben an die Gestapo in Kassel dokumentiert, dass das Verfahren der Deportation abgeschlossen ist - aus Sicht der NS-Behörde auch "erfolgreich". Als Beleg hierfür dienen die aufgeführten konfiszierten Gegenstände.