Noch in der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden im ganzen Reichsgebiet etwa 30.000 männliche Juden verhaftet und in die eigens ausgebauten Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verbracht. In Marburg waren 31 Einwohner von den Verhaftungen betroffen, darunter auch Julius Stern. Einer der Marburger Gefangenen, Gerson Isenberg, der bis 1931 eine Metzgerei im Steinweg geführt hatte, hat die Haftbedingungen in Buchenwald nicht überlebt. Julius Stern wurde nach 4 Wochen, am 8. Dezember 1940, aus dem KZ Buchenwald entlassen.