Der Reichs-Bauern- und Landarbeiterrat konstituierte sich im Dezember 1918 unter Beisein eines Vertreters des Reichsernährungsamtes in Berlin. Vertreten waren vor allem die konservativen Agrarverbände.
Die Landwirtschaft war nach 1918 in schwieriger Lage: Es fehlten Arbeitskräfte ebenso wie Dünger, Saatgut oder Maschinen. Die Feldarbeit war hart und wurde weit überwiegend von Hand ausgeführt. So spiegeln es auch die zeitgenössischen Zeichnungen des Malers Otto Ubbelohde wider.
Die Besetzung Hanaus dauerte nur wenige Tage an. Zu Kämpfen kam es in der Stadt nicht. Landrat Schmid, der seinen Amtssitz nach Frankfurt verlegt hatte, zog im Gefolge des Militärs wieder in Hanau ein.
Nachdem es in Hanau Mitte Februar 1919 zu Plünderungen gekommen war, rief das stellvertretende Generalkommando den Belagerungszustand aus und ließ die Stadt durch provisorische Reichswehr-Einheiten besetzen.
Nachdem der Konflikt zwischen dem Arbeiter- und Soldatenrat und Landrat Schmid zunehmend eskalierte, informierte Schmid die Bevölkerung über die Verlegung seines Amtssitzes nach Frankfurt am Main.
Der Hanauer Arbeiter- und Soldatenrat bestand weit überwiegend aus Mitgliedern der USPD, die die parlamentarische Demokratie mehrheitlich ablehnten und die Verwirklichung eines Rätesystems anstrebten.