Von Biallas Karl , 24 Januar 2025

Das „Gedenkblatt für die Angehörigen unserer gefallenen Helden“ wurde durch Wilhelm II. Anfang 1915 per Kabinettsorder beauftragt und durch den Grafiker Emil Doepler als Farblithografie ausgeführt. Der Monarch selbst wählte den Bibelspruch, der als Überschrift dient. Starb ein deutscher Soldat im Kriegseinsatz, wurde das Gedenkblatt den nächsten Angehörigen als Erinnerung und um den „Dank des Vaterlandes“ auszudrücken, zugesandt oder überbracht. Die Darstellung eines Engels, der einem am Boden liegenden toten Soldaten einen Eichenzweig darreichte, stilisierte das grausame Massensterben an der Front zu einem heroischen Akt, der religiös überhöht und legitimiert wurde. Die Gedenkblätter hingen ab 1915 in zahlreichen deutschen Wohnstuben, mögen den Familien der Getöteten aber kaum mehr als ein schwacher Trost gewesen sein.

 

 

Schüleraufgabe: Erstellen Sie bitte eine Bildinterpretation und schildern Sie den zeitgenössischen Zweck dieser Gedenkblätter.

Archiv
Nummer
334
Band
334
Seite
0
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Plakat: "Gedenkblatt für die Angehörigen unserer gefallenen Helden"
Legacy-ID
10957
Datum von: Jahr
1916
Datum von: Monat
00
Datum von: Tag
00
Einmaldatum
Nein
Nur Jahresangabe
Ja
Ohne Datum
Nein
Reihenfolge
1
Ungefähres Datum
Nein