Die in diesem Teilkapitel enthaltenen Dokumente beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Einsatzbedingungen polnischer Zivilarbeiter und –arbeiterinnen in Nordhessen (Bezirk Kassel) vom März 1940 bis zum August 1944. Grundlage der Zusammenstellung bilden Akten der Landratsämter der Kreise Marburg, Fulda, Hünfeld und Fritzlar-Homberg. Dokumentiert sind zunächst wesentliche rechtliche Rahmenvorgaben für die Organisation und Durchführung der Zwangsarbeit, beginnend mit den „Polen-Erlassen“ des Reichsführers SS Heinrich Himmler vom 8. März 1940. Zu diesem Themenkomplex gehören u.a. auch Merkblätter für deutsche Betriebsführer, Entlohnungstabellen für Ostarbeiter sowie die verschärften Bestimmungen für den Ostarbeitereinsatz in den Jahren 1943 und 1944. Eine besondere Beachtung kommt der Tätigkeit der Geheimen Staatspolizei, Staatspolizeistelle in Kassel, zu. In die Dokumentation aufgenommen ist ferner eine Gesamtliste aller Ausländer im Landkreis Marburg, aufgeschlüsselt nach Nationalitäten und nach ihrer Verteilung auf Städte und Gemeinden.
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Ja
Dokumente
Legacy-ID
315
Reihenfolge
1