Von Rosenkötter , 24 Januar 2025

Befördert durch die Diskussionen um eine qualitative Bevölkerungsentwicklung auf Basis der Eugenik wurden auf Erlass des Ministeriums für Volkswohlfahrt seit 1926 kommunale Eheberatungsstellen in den preußischen Provinzen eingerichtet. Sie waren darauf ausgerichtet, Heiratswillige auf freiwilliger Basis gesundheitlich und „erbbiologisch“ aufzuklären und hatten sowohl den Zweck, aus eugenischer Sicht wünschenswerte Eheschließungen zu fördern als auch unerwünschte Ehen zu verhindern und zur Sterilisierung zu raten. Die Beratungsstellen waren Ausdruck einer ersten Umsetzung und Institutionalisierung der zeitgenössischen eugenischen Konzepte.

Archiv
Nummer
5960
Band
5960
Seite
14
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Schreiben des Polizeipräsidenten in Kassel an den Regierungspräsidenten betreffend die Einrichtung einer Eheberatungsstelle, 14. Mai 1926
Datum bis: Jahr
1926
Legacy-ID
10186
Datum bis: Monat
05
Datum bis: Tag
14
Datum von: Jahr
1926
Datum von: Monat
05
Datum von: Tag
14
Einmaldatum
Ja
Institution-Autor
Polizeipräsident Kassel
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
7
Ungefähres Datum
Nein