Von Rosenkötter , 24 Januar 2025

Der Arzt Wilhelm Schallmayer (1857-1919) kann gemeinsam mit Alfred Ploetz als Begründer der Rassenhygiene in Deutschland gelten. In seinem 1903 erschienenen programmatischen Hauptwerk trat Schallmayer für eine bewusst gesteuerte Entwicklung der menschlichen Fortpflanzung ein. Er forderte eine staatlich organisierte „Nationalbiologie“, welche die Lebensfähigkeit der Nation sicherstellen sollte. Hierzu schlug Schallmayer sowohl fördernde Maßnahmen wie die Einführung von Kindergeld oder „Mutterschaftsprämien“ für die „Rassetüchtigsten“ vor als auch verhindernde Maßnahmen wie „Ehegesundheitszeugnisse“ und die Sterilisierung von Personen mit „schlechten“ Erbanlagen.

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Bestand/Signatur
UB Marburg, C 120:31/3
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Kurztitel
Wilhelm Schallmayer, Vererbung und Auslese im Lebenslauf der Völker. Eine staatswissenschaftliche Studie auf Grund der neueren Biologie, Jena 1903
Datum bis: Jahr
1903
Legacy-ID
10172
Datum bis: Monat
19
Datum bis: Tag
03
Datum von: Jahr
1903
Datum von: Monat
19
Datum von: Tag
03
Einmaldatum
Ja
Institution-Autor
Wilhelm Schallmayer
Nur Jahresangabe
Ja
Reihenfolge
3
Ungefähres Datum
Nein