Von Rosenkötter , 24 Januar 2025

Der Reichsbund der Kinderreichen zum Schutze der Familie e.V. (RDK) wurde 1919 als Selbsthilfeorganisation kinderreicher Familien gegründet, nahm im Laufe der 1920er Jahre zunehmend radikale eugenische Positionen an und wurde in der NS-Zeit dem Rassenpolitischen Amt der NSDAP angeschlossen. Nun verstand sich die Organisation als „Kampfbund, der nationalsozialistisches bevölkerungspolitisches Denken in das Volk tragen will“. Ziel des RDK war die „biologische Erneuerung“ des deutschen Volkes, die auf einer „Auslese“ der „Deutschblütigen“ und „Erbgesunden“ fußen sollte. Damit einher gingen Ausgrenzung und Diffamierung derjenigen, die als „erbkrank“ oder „sittlich belastet“ und daher „minderwertig“ galten, wozu der RDK Menschen mit Behinderungen, aber auch Angehörige der unteren sozialen Schichten zählte.

Archiv
Nummer
A 1927
Band
A 1927
Seite
0
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Flugblatt „Der RDK ist der bevölkerungspolitische Kampfbund der deutschen erbgesunden kinderfrohen und kinderreichen Familien“, um 1936
Legacy-ID
10188
Datum von: Jahr
1936
Datum von: Monat
19
Datum von: Tag
36
Einmaldatum
Nein
Institution-Autor
Reichsbund der Kinderreichen zum Schutze der Familie e.V.
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
2
Ungefähres Datum
Ja