Die bei den Erbgesundheitsgerichten entstandenen Fallakten geben uns heute Aufschluss über den Verlauf eines Verfahrens zur Zwangssterilisation, über die daran beteiligten Ärzte und Richter und erlauben schließlich einen Einblick in Schicksal und Leid der Opfer. Neben dem Antrag auf Unfruchtbarmachung enthalten sie in der Regel ein amtsärztliches Gutachten, einen „Intelligenzprüfungsbogen“ und den Wortlaut der Beschlussfassung des Gerichts. Die Akten dienen als wertvolle Zeugnisse der gewaltsamen Eingriffe des NS-Regimes in das Leben derer, die aufgrund ihrer physischen oder psychischen Erkrankungen als „minderwertig“ gebrandmarkt und ausgegrenzt wurden.
Archiv
Nummer
26
Band
26
Seite
0
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Fallakte des Erbgesundheitsgerichts Kassel, 1934-1935
Datum bis: Jahr
1935
Legacy-ID
10195
Datum bis: Monat
00
Datum bis: Tag
00
Datum von: Jahr
1934
Einmaldatum
Nein
Institution-Autor
Erbgesundheitsgericht Kassel
Nur Jahresangabe
Ja
Periode
Reihenfolge
2
Ungefähres Datum
Nein