Von von der Osten-… , 24 Januar 2025

Der Philologe Edmund M. Stengel gehörte seit 1873 dem Lehrkörper der Universität an. Er vertrat dort bis zu seinem Weggang nach Greifswald 1895 die „abendländischen Sprachen und Literaturen“. In dieser Funktion war er zum Doktorvater Otto Böckels geworden. Edmund Stengel war Mitglied im Gründungsvorstand des Vereins zur Bekämpfung des Antisemitismus und einer seiner pronociertesten Wortführer in Marburg. Er leitete den Marburger Zweig des Vereins bis zu seinem Weggang nach Greifswald. Auch die erste öffentliche Versammlung des Vereins in Marburg fand unter seiner Leitung statt. Böckel hinderte dies nicht, die Versammlung mit seinen Anhängern beinahe zu sprengen und für seine eigene Agitation zu nutzen.

Auch als Angehöriger der Freisinnigen Partei versuchte Stengel die Bewegung Böckels politisch zu bekämpfen. Von seinen akademischen Kollegen erwartete er dabei keine Unterstützung. In dem Briefentwurf schrieb er: " unter meinen Collegen von der Universität kann ich von keinem wirksame Hilfe erwarten, (...)"

Archiv
Nummer
80 k
Band
80 k
Seite
0
Bestand/Signatur
(Nachlass des Sohnes Prof. Edmund Ernst Stengel)
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Entwurf eines Schreibens Prof. Edmund Max Stengels an den Reichstagsabgeordneten der Freisinnigen Patrei Eugen Richter zur Bekämpfung der Antisemitischen Partei Böckels, Anfang März 1890
Datum bis: Jahr
1890
Legacy-ID
10623
Datum bis: Monat
00
Datum bis: Tag
00
Datum von: Jahr
1890
Datum von: Monat
00
Datum von: Tag
00
Einmaldatum
Ja
Nur Jahresangabe
Ja
Ohne Datum
Nein
Reihenfolge
8
Ungefähres Datum
Nein