Ulrich war seit 1885 Abgeordneter der SPD im Hessischen Landtag, ab 1890 zugleich im Reichstag. Er wurde Ministerpräsident der provisorischen Regierung und erster Staatspräsident des Volksstaats Hessen.
Der gelernte Metalldrücker Albert Grzesinski wurde 1897 Mitglied im Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV) und trat ein Jahr später in die Sozialdemokratische Partei ein. Von 1903 bis 1907 war Grzesinski als Gewerkschaftsfunktionär in Offenbach am Main tätig, wo er auch der örtlichen SPD vorstand. 1907 siedelte er nach Kassel über und übernahm dort den Posten des Sekretärs des DMV.
Nach seiner Gründung am 9. November 1918 bezog der Arbeiter- und Soldatenrat Quartier im Rathaus. Die Stadtverwaltung unter Oberbürgermeister Erich Koch blieb unverändert bestehen, stand jedoch von nun an unter der Kontrolle der Räte.
Am 5. Dezember 1918 kehrten die „im Felde unbesiegten“ Soldaten des traditionell in Wiesbaden stationierten 80. Füsilierregiments zurück. Die Soldaten wurden von der Bevölkerung auf der Wiesbadener „Rue“, der Wilhelmstraße, freudig begrüßt.