Von Engbring-Roman… , 24 Januar 2025
Wie in Marburg wurden die Stadtverordneten der SPD und KPD in allen Gemeindevertretungen entfernt.

Ausschaltung der demokratischen Stadtverordneten


Rauschenberg den 28. 6. 1933

Erscheint auf Vorladung der Stadtverordnete N. N. hier H. N. 275 und erklärt folgendes.

ich gehöre der Stadtverwaltung jetzt 8 Jahre an, bin von der Arbeitsvertretung gewählt, nicht allein von den S.P. Mitgliedern, sondern auch von anderen Arbeitern, welche anderen Parteien, sowie auch gar keiner Partei angehört haben. Ich habe früher der S.P.D. Partei angehört, gehöre heute aber keiner Partei mehr an, und werde mich auch in Zukunft keiner Partei mehr anschließen. Ich habe während meiner Zugehörigkeit zum Stadtparlament mich stets für das Allgemeinwohl der Stadt Rauschenberg eingesetzt und soll dieses auch in Zukunft mein ernstes Bestreben sein. Im übrigen wird mir dieses die Allgemeinheit von Rauschenberg bezeugen können

V[orgelesen] g[enehmigt] u[nterschrieben]
N. N.

Ernst Grün
Wachtmeister


Der Bürgermeister Rauschenberg, den 29. Juni 1933

U. dem Herrn L a n d r a t
in M a r b u r g a/L.

Der Stadtverordnete N.N. ist von der Liste Arbeiter und Gewerbetreibende gewählt worden. Eine reine S.P.D. Liste wurde nicht eingereicht.
Es wird höflich um Entscheidung gebeten, ob p. N.N. noch der Stadtverordnetenversammlung angehören kann oder nicht

Unterschrift.

Seite
1
Bestand/Signatur
HStAM Best. 180 LA Marburg Nr. 4114
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Protokoll der Polizei in Rauschenberg vom 28.6.1933 und Schreiben des Bürgermeisters von Rauschenberg an den Landrat in Marburg über die Entfernung eines demokratischen Stadtverordneten vom 29.6.1933
Datum bis: Jahr
1933
Legacy-ID
1528
Datum bis: Monat
12
Datum bis: Tag
31
Datum von: Jahr
1933
Datum von: Monat
01
Datum von: Tag
01
Institution-Autor
Polizei in Rauschenberg
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
25
Ungefähres Datum
Nein