Von Neebe Dr. Reinhard , 24 Januar 2025

Der Historiker Arthur Rosenberg über die „Systematische Enteignung des deutschen Mittelstandes“ als Ergebnis der Inflation von 1923

Die … Nutznießer der Inflation, die Finanzspekulanten, Großindustriellen und Großgrundbesitzer, hatten goldene Zeiten. Da die deutschen Unternehmer mit lächerlich geringen Unkosten produzieren konnten, waren auf dem Weltmarkt die deutsche Preise niedriger als die Angebote jeder Konkurrenz. Darum wurde in Deutschland im Jahre 1923 ziemlich viel produziert, und die Waren gingen als Schleuderexport ins Ausland. Die Opfer der Inflation waren die deutschen Mittelschichten, die Lohn- und Gehaltsempfänger. Die deutschen Sparer verloren nun das Letzte.
Die systematische Enteignung des deutschen Mittelstandes, nicht etwa durch eine sozialistische Regierung, sondern in einem bürgerlichen Staat, der den Schutz des Privateigentums auf sein Banner geschrieben hatte, ist ein beispielloses Ereignis.

Arthur Rosenberg, Geschichte der Weimarer Republik, Karlsbad 1935 (hier zit. nach der Ausgabe Frankfurt 1961), S. 128f.

 

Bestand/Signatur
Arthur Rosenberg, Geschichte der Weimarer Republik, Karlsbad 1935 (hier zit. nach der Ausgabe Frankfurt 1961), S. 128f.
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Kurztitel
Der Historiker Arthur Rosenberg über die „Systematische Enteignung des deutschen Mittelstandes“ als Ergebnis der Inflation von 1923
Datum bis: Jahr
1935
Legacy-ID
4835
Datum bis: Monat
01
Datum bis: Tag
01
Datum von: Jahr
1935
Datum von: Monat
01
Datum von: Tag
01
Institution-Autor
Arthur Rosenberg
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
23
Ungefähres Datum
Nein