Von Lammers Anne , 24 Januar 2025

Der Reichs- und Preussische Minister des Innern aus Berlin schickt ein Rundschreiben des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, an die Reichsstatthalter und die Regierungspräsidenten. Das Schreiben von Heß aus München wurde an die Gauleiter am 29. Januar 1936 verschickt.

Im Schreiben von Heß geht es um Schilder und Tafeln von Kreis, Gemeinden oder Gasthäusern, auf denen sich zum Teil "wenig geschmackvolle Darstellungen" die Juden betreffend befänden. Heß weist darauf hin, dass in Deutschland reisende Ausländer großes Interesse an der Verfolgung der deutschen Politik bezüglich der Juden zeigen und diese generell begrüßen. Eine "geschmacklose" Darstellung oder Ankündigung auf den Schildern könnte das deutsche Ansehen im Ausland jedoch gefährden. Im Besonderen sei es notwendig, auf Schilder mit Aufdrucken wie "Juden betreten diesen Ort auf eigene Gefahr" und ähnliches zu verzichten.

Aus Kassel wird das Schreiben an die Polizeipräsidenten des Bezirks weitergeleitet. 

Seite
DIN A4/2
Bestand/Signatur
HStAM 180 Wolfhagen 2312 Bl.44 r-v
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Weiterleitung einer Verordnung des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, durch den Reichs-und Preussischen Minister des Innern (im Auftrag gezeichnet Dr. Stuckart) bezüglich der Aufstellung judenfeindlicher Schilder, 18. April 1936
Datum bis: Jahr
1936
Legacy-ID
6739
Datum bis: Monat
04
Datum bis: Tag
18
Datum von: Jahr
1936
Datum von: Monat
04
Datum von: Tag
18
Institution-Autor
Der Reichs- und Preussische Minister des Innern
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
11
Ungefähres Datum
Nein