Die Geheime Staatspolizei schreibt an die Landräte und Oberbürgermeister des Bezirks. Sie beruft sich auf die Nürnberger Gesetze. Demnach sei es nicht weiter tragbar, dass der Paulus-Bund wie bisher aus christlich getauften Juden und "Mischlingen" bestehe. In Übereinstimmung mit dem Reichs- und Preußischen Ministers des Innern und dem Sonderbeauftragten für die geistige und kulturelle Überwachung des Judentums im Reichspropagandaministerium, SS-Oberführer Hinkel, müssen sämtliche jüdische Mitglieder aus dem Paulus-Bund ausgeschlossen werden und können sich dem jüdischen Kulturbund anschließen. Im Verein seien nur noch "Mischlinge" ersten und zweiten Grades erlaubt und er muss sich ab sofort "Vereinigung 1937 vorläufiger Reichsbürger nicht reindeutschblütiger Abstammung" nennen.
Seite
DIN A4/2
Bestand/Signatur
HStAM 180 Wolfhagen 2312 Bl.58 r-v
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Schreiben der Geheimen Staatspolizei Kassel bezüglich des Verbots der Mitgliedschaft von Juden im Paulus-Bund in Einvernehmen mit den Nürnburger-Gesetzen, 1. Juni 1937
Datum bis: Jahr
1937
Legacy-ID
6749
Datum bis: Monat
06
Datum bis: Tag
01
Datum von: Jahr
1937
Datum von: Monat
06
Datum von: Tag
01
Institution-Autor
Geheime Staatspolizei Kassel
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
13
Ungefähres Datum
Nein