Von Vogelgesang Johannes , 24 Januar 2025
Der Autovermieter Emil Noll erklärt bei der Polizei Kirchhain, am 10. November 1938 habe seine Frau ihm mitgeteilt, Julius Stern habe für eine Fahrt nach Marburg bei ihm ein Auto bestellt. Er sei wie gewöhnlich schon etwas vorgegangen, was bei Stern ein normales Verhalten sei. Für Noll ist dieses verhalten nichts ungewöhnliches und Stern ein regelmäßiger Kunde. Noll gibt weiterhin zum Protokoll, er habe sich völlig korrekt verhalten und von ein Razzia gegen Juden nichts gewusst. Er sei ein zuverlässiger Mann, der im Weltkrieg gekämpft, und während der "Verbotszeit" 1932 sogar Schusswaffen und das gesamte Aktenmaterial der SS bei sich versteckt. Er habe zudem nur "Judenfahrten" unternommen, um sein mit noch 20.000 RM belastetes Haus abzuzahlen. Auf der Rückseite hat die Polizei Kirchhain notiert, ein strafbares Verhalten habe nicht vorgelegen.
Seite
Din A4, 2 Seiten
Bestand/Signatur
HStAM 330 Kirchhain 2269 Bl. 59 r - v
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Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Aussage des Autovermieters Emil Noll zum Fall der Fluchthilfe für Julius Stern, 12. November 1938
Datum bis: Jahr
1938
Legacy-ID
6914
Datum bis: Monat
11
Datum bis: Tag
12
Datum von: Jahr
1938
Datum von: Monat
11
Datum von: Tag
12
Institution-Autor
Polizei Kirchhain zum Fall Emil Noll / Julius Stern
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
9
Ungefähres Datum
Nein