Von Siekmann Christian , 24 Januar 2025

Punkt 1: Bert(h)a Isenberg erscheint beim Oberbürgermeister in Marburg. Sie bittet, dass sie und ihre beiden Geschwister nach Marburg ziehen dürfen. Ausschlaggebend hierfür ist augenscheinlich die Gewalttat vom 05. September 1939. Außerdem hätten sie zwangsweise ihre Wohnung aufgeben müssen. Sie vermerkt, dass sie hinreichende Mittel hätten, nicht der öffentlichen Fürsorge zur Last zu fallen. Der Oberbürgermeister weist darauf hin, dass "nichts dem entgegenstände, in Buchenau weiter zu wohnen, bis die von ihr vorgesehene Auswanderung stattfinden könne."

Der Bürgermeister stellt unter Punkt 2 fest, dass Marburg nicht das Sammelbecken für Juden werden solle, "die die Landstädte nicht mehr haben wollen". Ferner würde eine gewisse Wohnungsnot herrschen. Die Juden sollen nach Möglichkeit - bis zu ihrer Auwanderung - in anderen Orten des Landkreises Biedenkopf eine Wohnung finden.

Seite
2
Bestand/Signatur
HStAM 180 Biedenkopf, Nr. 5645, Bl. 29 und 29v
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Kurztitel
Oberbürgermeister von Marburg an den Landrat in Biedenkopf betreffend den Wegzug der Geschwister Isenbergs in die Stadt Marburg, im Zuge des gewaltsamens Übergriffs vom 05. September 1939. Marburg, 03. Oktober 1939
Datum bis: Jahr
1939
Legacy-ID
7943
Datum bis: Monat
10
Datum bis: Tag
03
Datum von: Jahr
1939
Datum von: Monat
10
Datum von: Tag
03
Institution-Autor
Oberbürgermeister von Marburg
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
5
Ungefähres Datum
Nein