Von Siekmann Christian , 24 Januar 2025

Kontext: Gendarmeriebeamter Hans Wetterau heiratete die "Vollblutjüdin" Ida Sara(h) Wetterau, geb. Kaiser. Aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor.

Am 27. Oktober schreibt der Ortsgruppenleiter der NSDAP in Lohra an den Landrat in Marburg. Der Autor fordert, dass man Ida Wetterau "für immer" in ein Konzentrationslager bringen müsse. Die Verdienste, die Hans Wetterau in der Vergangenheit geleistet hat (aktives Mitgleid der NSDAP, auch bereits vor der Machtergreifung Hitlers) werden erwähnt, aber gleichzeitig mahnt der Autor dazu, Neutralität zu wahren, "um unsere übrigen Volksgenossen nicht noch weiter von dieser Pest ankränkeln zu lassen [...] Es ist eine Schande, dass ein Mensch, der ein durchaus brauchbares Glied in unserer Volksgemeinschaft gewesen wäre, sich von dieser schmierigen Jüdin in eine solche Gegnerschaft gegen den Staat heineinmanövrieren lässt." Alle Verwarnungen gegen Hans Wetterau wären fruchtlos geblieben. Ida Wetterau benähme sich in der Öffentlichkeit zu dreist und stünde in engem Kontakt zu der Bevölkerung. Daher fordert der Autor: "Ich habe in meinem Schreiben nicht nur den Antrag gestellt, den Judenklüngel auszurotten, sondern auch seine Förderer [...]"

Seite
2
Bestand/Signatur
HStAM 180 Marburg, Nr. 4826, Bl. 63 und 63v
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Kurztitel
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Ortsgruppe Lohen an das Landratsamt Marburg betreffend die Mischehe Wetteraus, Lohra 27. Oktober 1941
Datum bis: Jahr
1941
Legacy-ID
7907
Datum bis: Monat
10
Datum bis: Tag
27
Datum von: Jahr
1941
Datum von: Monat
10
Datum von: Tag
27
Institution-Autor
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Ortsgruppe Lohen
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
7
Ungefähres Datum
Nein