Von Haus Sebastian , 24 Januar 2025
1859

 

Geburt Otto Böckels am 2. Juli in Frankfurt/Main als Sohn des Steinmetzen Gustav Böckel und seiner Frau Anna, beide evangelisch.

 

1878-1882

 

Studium der Jurisprudenz, Germanistik und neuere Sprachen in Marburg, Heidelberg und Gießen.

 

1882

 

Promotion an der philosophischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg zu einem Thema aus der mittelalterlichen französischen Dichtung.

 

1883-1887

 

Bibliothekar an der Marburger Universitätsbibliothek.

 

1885

 

Veröffentlichung der „Deutschen Volkslieder aus Oberhessen“.

 

ab 1885

 

Publizistische Tätigkeit in den antisemitischen Zeitungen „Wucherpille“ und „Reichsgeldmonopol“.

 

1887

 

Gründung der antisemitischen Wochenzeitung „Reichsherold“ (Auflage 1892: 30.000 Exemplare).

Veröffentlichung der antisemitischen Schrift „Die Juden, Könige unserer Zeit“.

Kandidatur für den Reichstag im Wahlkreis Marburg-Frankenberg-Kirchhain: Wahlgewinn im ersten Wahlgang mit einem Stimmenanteil von 56,6 %.

 

 1889

 

Veröffentlichung der „Quintessenz der Judenfrage“

 

1890

 

Gründung der „Antisemitischen Volkspartei“, ab 1891 „Antisemitische Reformpartei“.

Gründung des bäuerlichen Interessenverbandes „Mitteldeutscher Bauernverein“.

Wiederwahl Böckels bei den Reichtagswahlen mit einem Stimmenanteil von 64,8 % im ersten Wahlgang.

 

1893

 

Böckel wird nach verbandsinternen Streitigkeiten gezwungen, den Vorsitz im Mitteldeutschen Bauernverein niederzulegen.

Wiederwahl Böckels bei den Reichtagswahlen: Er verpasst im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit mit eine Stimmenanteil von 48,6%; Sieg in der Stichwahl gegen den konservativen Herausforderer mit 68,9 % der Stimmen.

 

ab 1897

 

Böckel nimmt zwischen 1897 und 1899 aus finanziellen Schwierigkeiten eine Stelle beim konservativen „Bund der Landwirte“ an, eine früher von ihm bekämpfte Organisation.

 

1898

 

Reichstagswahl: Böckel erhält im ersten Wahlgang nur 25,5 % der Stimmen; gewinnt aber Stichwahl mit 52,8 % gegen den konservativen Kandidaten und zieht abermals in Reichtag ein.

 

1903-1912

 

Rückzug ins Privatleben; weitere volkskundliche Forschungen: 1906 Veröffentlichung der „Psychologie der Volksdichtung“.

 

1912

 

Erneute Kandidatur zum Reichstag im Wahlkreis Marburg-Frankenberg-Kirchhain; Niederlage im ersten Wahlgang mit nur 13,8 % der Stimmen.

 

1923

 

Otto Böckel stirbt am 17. September in Michendorf im Alter von 64 Jahren.

 

1930er Jahre

 

Nationalsozialisten stilisieren Böckel zu einem frühen Vorläufer ihrer Bewegung.

 

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Kurztitel
Biographisches zu Otto Böckel
Datum bis: Jahr
1923
Legacy-ID
8894
Datum von: Jahr
1859
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