Zur Reichstagswahl 1898 schickte die konservative Partei im Wahlkreis Marburg-Frankenberg-Kirchhain einen General der Infanterie, Conrad von Bartenwerffer, gegen den amtierenden Reichstagsabgeordneten Otto Böckel ins Rennen. Im ersten Wahlgang konnte er mit 21,4 % der Stimmen das zweitbeste Ergebnis nach Böckel erreichen, der auf 25,5 % der Stimmen kam. Die darauf folgende Stichwahl konnte Böckel mit 52,8 % knapp für sich entscheiden.
Arbeitsaufträge:
- Betrachten Sie sich das Wahlplakat Bartenwerffers zum ersten Wahlgang. Mit welchem politischen Programm möchte Bartenwerffer die Wähler von sich überzeugen? Vergleichen Sie dies mit dem Böckelschen Programm.
- Mit welchen Gründen versucht Bartenwerffer sich in der Stichwahl gegen Böckel durchzusetzen? Vergleichen Sie diese Argumentation mit derjenigen Böckels zur Stichwahl 1898. Auf welcher Ebene setzen sich die beiden auseinander?
Sebastian Haus