Kommentar der Jüdischen Rundschau mit die Titel "Die Schicksalsstunde des deutschen Judentums" anlässlich der antijüdischen Ausschreitungen in Berlin, 9. November 1923
Seit der Ausrufung der Republik hatte es immer wieder antijüdische Ausschreitungen gegeben, nicht zuletzt 1923 in Schlesien oder auch in Ostpreußen und Thüringen, um einige Regionen zu nennen. Für viele Juden war es ernüchternd zu erfahren, dass sich Nichtjuden passiv blieben oder dass die Übergriffen geduldet wurden. Die Ausschreitungen in Berlin vom 5. November 1923 werden auch als "Scheunenviertelpogrom" bezeichnet; hier lebten nicht zuletzt auch die so genannten "Ostjuden".
s. "Der Pogrom in Beuthen", Jüdische Rundschau 28. Jg. Nr. 88, 12.10.1923