Von Neebe Dr. Reinhard , 24 Januar 2025

 

 

 

 

 

 

 

 


Die hier vorliegenden Flugblätter wurden vermutlich von Valentin Heyn verfasst, der in Treysa wohnte und in Marburg studierte. Sie liegen einer Resolution in den Polizeiakten bei, die zur weiteren Überwachung Heyns auffordert. Heyn wurde im Oktober 1819 der Universität verwiesen (siehe Dokumente 11 und 12), auf Grund seiner Mitgliedschaft in einer "geheimen Verbindung". Vermutlich ist damit der hier genannte "rothe Bund" gemeint.


Transkription: 

Flugblatt 1:

den 18ten October wird hep, hep' gegeben, der Schauplatz ist in allen Strassen.

Flugblatt 2: 

 Nachricht.

Gewisse Umstände zwingen uns den Hundstagen der Juden eine Galgenfrist zu gestatten. 

Furchtbar und alles vertilgend wird alsdann der Würgeengel ueber Euch schweben wie an jenem Tage zu Jerusalem.

So beschlossen im rothen Bunde im October M.D.C.C.C.X.IX. [1819]


Arbeitsaufträge:

1. Zu was rufen diese Flugblätter auf?

2. Wie wird in diesen Flugblättern über Juden geschrieben?

3. Der Verfasser dieser Flugblätter war wohl der Student Valentin Heyn. Wie erklären Sie es sich, dass auch gebildete Schichten für antijüdisches Gedankengut empfänglich waren? 

Bestand/Signatur
HStaM 24 a 28
Im Menü
Ja
Bilder und Text jeweils auf eigener Seite
Nein
Kurztitel
Flugblätter zu HepHep-Unruhen an der Universität Marburg aus dem Jahr 1819
Datum bis: Jahr
1819
Legacy-ID
9335
Datum bis: Monat
10
Datum bis: Tag
18
Datum von: Jahr
1819
Datum von: Monat
10
Datum von: Tag
18
Institution-Autor
Valentin Heyn
Nur Jahresangabe
Nein
Reihenfolge
9
Ungefähres Datum
Nein