Der NS-Lehrerbund ordnet seine Pädagogik ganz der nationalsozialistische Weltanschauung unter: Die dringlichste Aufgabe der Lehrer sei es, ihren Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der "Erb- und Rassenpflege" nahe zu bringen. Nur so sei der "Bestand und die Zukunft des deutschen Volkes" gesichert. Den Schülern solle auch klar gemacht werden, dass Schwaches und Krankes deshalb nicht weiter gepflegt werden dürfe, da es um die "Erhaltung der Art" gehe. Das Ziel müsse sein, dass die Schüler verstehen und sich dafür einsetzen, dass es nicht um den Einzelnen, sondern um das Ganze, die Gemeinschaft gehe.
Abdruck in: Was alle lesen konnten. Das Jahr 1933 im Spiegel der Marburger Lokalpresse. Hg. v. Erhart Dettmering. In: Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 72. Marburg 2001. S. 439f.