Von Rosenkötter , 24 Januar 2025

Der Ausgang der Wahlen zum Reichstag (05.03.1933) fand seinen sichtbaren Ausdruck auch im Beschluss des Marburger Magistrats vom 08.03.1933, die schwarz-rot-goldene Flagge auf öffentlichen Gebäuden durch Hakenkreuz und/oder Schwarz-Weiß-Rot zu ersetzen. Die Ortskrankenkasse wehrte sich jedoch gegen die Beflaggung, da sie kein öffentliches Gebäude sei - anders als z.B. das Landratsamt - und erhielt dabei Unterstützung von Oberbürgermeister Müller. Der Regierungspräsident in Kassel entschied jedoch, dass die AOK die Beflaggung hinzunehmen habe, was die SA als Anlass zu öffentlichen Anfeindungen gegen den OB nahm. Der Magistrat erklärte schließlich, dass sich Müller im rechtlichen Sinne korrekt verhalten habe.

 

Quelle abgedruckt in: Dettmering, Erhart: Was alle lesen konnten. Das Jahr 1933 im Spiegel der Marburber Lokalpresse. Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur 72. Marburg 2001. S. 102.

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Kurztitel
Artikel der OZ betr. Flaggenstreit zwischen SA und dem Oberbürgermeister vom 10. März 1933.
Datum bis: Jahr
1933
Legacy-ID
9930
Datum bis: Monat
03
Datum bis: Tag
10
Datum von: Jahr
1933
Datum von: Monat
03
Datum von: Tag
10
Einmaldatum
Ja
Institution-Autor
Oberhessische Zeitung / Hist. Bilddokument: www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bd/id/74-079.
Nur Jahresangabe
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Reihenfolge
2
Ungefähres Datum
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