Holbein, Das Alte und das Neue Testament, um 1535
Holbein stellt das Glaubensverständnis im Alten und Neuen Testament als zutiefst gegensätzlich dar: Gesetz und Gnade stehen sich gegenüber, Sündenfall und Tod auf der einen - Erlösung und Wiederauferstehung auf der anderen Seite. Von den Reformatoren um Martin Luther und Melanchton wird dieses dichotomische Bild übertragen auf den Gegensatz zwischen den überkommenen Lehren der römisch-katholischen Kirche und der neuen protestantischen Glaubensrichtung.