Von Neebe Dr. Reinhard , 24 Januar 2025

Nicolaus Copernikus, De revolutionibus orbium coelestium, 1543

 

Heliozentrisches Weltbild

 

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Kurz vor Kopernikus’ Tod im Jahre 1543 erfolgte dann bei Johannes Petreius in Nürnberg die Veröffentlichung des Papst Paul III. gewidmeten Hauptwerkes De Revolutionibus Orbium Coelestium (Über die Umschwünge der himmlischen Kreise). In dessen bekanntestem Absatz heißt es:

„Die erste und oberste von allen Sphären ist die der Fixsterne, die sich selbst und alles andere enthält […]. Es folgt als erster Planet Saturn, der in dreißig Jahren seinen Umlauf vollendet. Hierauf Jupiter mit seinem zwölfjährigen Umlauf. Dann Mars, der in zwei Jahren seine Bahn durchläuft. Den vierten Platz in der Reihe nimmt der jährliche Kreislauf ein, in dem, wie wir gesagt haben, die Erde mit der Mondbahn als Enzykel enthalten ist. An fünfter Stelle kreist Venus in neun Monaten. Die sechste Stelle schließlich nimmt Merkur ein, der in einem Zeitraum von achtzig Tagen seinen Umlauf vollendet. In der Mitte von allen aber hat die Sonne ihren Sitz.“

– Band I, Kapitel X

„Denn wer möchte sie in diesem herrlichen Tempel als Leuchte an einen anderen oder gar besseren Ort stellen als dorthin, von wo aus sie das Ganze zugleich beleuchten kann? Nennen doch einige sie ganz passend die Leuchte der Welt, andere den Weltengeist, wieder andere ihren Lenker, Trismegistos nennt sie den sichtbaren Gott, die Elektra des Sophokles den Allessehenden.“

„So lenkt die Sonne, gleichsam auf königlichem Thron sitzend, in der Tat die sie umkreisende Familie der Gestirne. Auch wird die Erde keineswegs der Dienste des Mondes beraubt, sondern der Mond hat […] mit der Erde die nächste Verwandtschaft. Indessen empfängt die Erde von der Sonne und wird mit jährlicher Frucht gesegnet.“

 

 Martin Luther äußerte seine Meinung über Kopernikus nach der Aufzeichnung von Studenten angeblich sinngemäß wie folgt: „Der Narr will mir die ganze Kunst Astronomia umkehren! Aber wie die Heilige Schrift zeigt, hieß Josua die Sonne stillstehen und nicht die Erde!“ (M. Luther). Wobei er sich auf Jos 10,12-13 LUT beruft, wo Gott die Sonne für einen Tag stillstehen lässt, sodass sie normalerweise in Bewegung sein müsse, wie Luther aus der Bibelstelle folgert, was aus heutiger Sicht eine Eisegese darstellt.

 

 

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Kurztitel
Nikolaus Kopernikus, De revolutionibus orbium coelestium, 1543
Datum bis: Jahr
1543
Legacy-ID
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15
Datum bis: Tag
43
Datum von: Jahr
1543
Datum von: Monat
15
Datum von: Tag
43
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Institution-Autor
Nicolaus Copernikus
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Reihenfolge
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